Doch das Glück währte nicht lange…

unsere neuen FahrräderJaja die Fahrräder… Leider hat sich herausgestellt, dass wir nicht unbedingt Qualitätsfahrräder erwischt haben: Schon gestern nachmittag stellte ich fest, dass mein Hinterreifen platt war. Ich versuchte natürlich gleich, den Reifen neu aufzupumpen, doch anscheinend hatte er ein Loch. So sind Emma (ein Mitarbeiter von Zara Solar) und ich gleich zum nächsten Fahrrad“laden“, einem Mann, der einfach auf der Straße Fahrräder repariert. Der hat mir auch gleich einen neuen Schlauch verkauft und den alten ersetzt und dabei mit den Worten „tubu ni faki“ gewarnt. Man muss kein Kiswahili können um das zu verstehen….

Heute morgen ging das ganze dann weiter: Ich fuhr gerade hinter Kornelius her und sah, dass sich ein Bremsblock irgendwie verdreht hatte. Ich dachte, naja gut, muss man sich nachher mal anschauen. 5 Minuten später jedoch hatte er echt keinen Bock mehr und sprang ab. Zum Glück fuhr ich gerade hinter ihm, sonst hätte er jetzt eine Bremse weniger…

So mussten wir zwei Tage nach dem Kauf bereits zweimal zur Reparatur, keine besonders gute Quote. Aber immerhin: Der neue Schlauch hat mich TSh 3500 gekostet, das sind keine 2€. Dabei musste ich nicht mal selbst anpacken, sondern der Schlauch wurde gleich in der Werkstatt ersetzt. Das sind Preise 🙂

Das Problem von „fake“-Produkten, die meiner Meinung nach gar nicht „fake“ sind, weil sie gar nicht vorgibt, von guter Qualität zu sein, gibt es hier aber öfters. So haben wir einen Wasserkocher, der nur mit viel Überredungskunst seine Dienste tun will – wir müssen ihn mit zwei Vorhängeschlössern so fixieren, dass die Kontakte zusammenbleiben, sonst geht er einfach aus. Außerdem funktioniert weder der Schalter noch die Abstellautomatik. Davon hatten wir schnell genug und haben uns einen neuen Wasserkocher gekauft. Doch auch hier gab es Probleme: Der Adapter hielt die 2000W des Wasserkochers trotz einer angegeben Grenze von 4000W nicht aus und fing an, zu brennen….

Es gibt jedoch auch Gegenbeispiele: Unser Gasherd tut seit 1 Monat zuverlässige Dienste, die Thermoskanne hält den Tee die ganze Nacht durch warm und der Wasserfilter tut bisher auch das, was er soll – uns von Krankheiten frei halten.

Auffällig ist auch, dass es absolut nichts Made in Tanzania gibt. Die Fahrräder kommen aus Indien, die Gläser aus den Vereinigten Emiraten, die Solaranlagen aus Deutschland (woher auch sonst). Lediglich Lebensmittel werden hier produziert… Ein Grund, warum das Land so arm ist?

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